Osterbrief

Liebe Gäste, liebe Freundinnen und Freunde des Centros, In diesem Jahr ist die Osterzeit von ganz anderen Stimmungen durchdrungen, als wir das bisher kannten: in tiefer äußerer Stille entfalten sich die Frühlingskräfte wie schon lange nicht mehr, während gleichzeitig der Mensch weltweit gezwungen wird, sich physisch zurückzuziehen und seelisch zurückzuhalten. Dies könnte, neben der Bewältigung der damit einhergehenden außergewöhnlichen Alltagsherausforderungen, gleichzeitig eine Möglichkeit zu einer vertieften Selbstwahrnehmung sein, einer vielleicht neuen Suche nach dem eigentlichen Sinn und Sein. Mitgefühl, Verständnis, Solidarität, Liebe erhalten seit Beginn der Krankheitswelle plötzlich auch in den öffentlichen Medien, neben all den Hiobsbotschaften und Schreckensszenarien, einen neuen Wert und ziehen in die tägliche Berichterstattung ein. Es werden sogar österliche Terminologien verwendet, wie „die Sonne wird nach der dunklen Zeit wieder aufgehen“, „wir werden auferstehen aus der Nacht“ und ähnliches.




Wir leben in einer Zeit, wo der bewusst eingeschlagene Weg der Mitte derjenige ist, auf den es ankommt. Wir verfügen als Privatpersonen in der Regel nicht über ausreichende, zuverlässige Informationen, die uns ein abschliessendes Urteil zur Pandemie erlauben würden, aber in folgendem Text scheint das Wesentliche, was wir leisten können, jeder individuell, ausgedrückt zu sein. Matthias Girke und Georg Soldner, Leiter der medizinischen Sektion am Goetheanum, formulieren es in ihrem „Impuls zum Wochenende“ zu Beginn der Karwoche folgendermassen: MENSCH UND MEDIZIN „Die Corona-Pandemie macht uns bewusst, in wie hohem Maße wir heute eine Menschheit bilden, die für die Gesundheit der Mitmenschen, der Nachkommen und der Erde verantwortlich ist. Sie kann uns neu die Ehrfurcht vor dem Leben lehren, auf die Albert Schweitzer so gedrungen hat, der so oft vergessenen Dimension des Lebendigen, in der es letztlich keine Trennung eines Lebewesens vom anderen und dessen Schicksal gibt.“ Hier im Centro hätten wir, begleitet von Georg Dreissig, Pfarrer der Christengemeinschaft, die Kar-und Osterwoche in täglichen Gesprächskreisen und der Feier der Menschenweihehandlungen begangen. Dies wird nun durch die Ausgangssperre verhindert. Wir versuchen daher, es auf eine andere Art zu tun. Wir lesen Texte zur Karwoche, die uns Herr Dreissig zur Verfügung stellte, jeweils „miteinander“, aber äusserlich getrennt in den eigenen Wohnungen und besprechen diese, falls möglich. So geschieht in der „Stillen Woche“ eine stille, gemeinsame Arbeit im Hintergrund, verteilt auf der Insel Lanzarote und an verschiedenen Orten in Europa. Wir dürfen Ihnen diese Texte im Anhang ebenfalls zur Verfügung stellen, falls Sie daran interessiert sein sollten: Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag. Die Lenkung der Christengemeinschaft hat ebenfalls einen Osterbrief verfasst, der an alle interessierten Menschen in der Welt geht, die in diesem Jahr nicht das gewohnte Osterfest feiern können: Osterbrief Christengemeinschaft Der Ausnahmezustand mit Ausgangssperre wurde inzwischen von der Regierung in Spanien bis Ende April verlängert, aber die Statistiken der letzten Tage zeigen für Lanzarote eine sehr positive Entwicklung, die erfassten Zahlen der mit Covid 19 erkrankten Menschen sind niedrig und sinken weiter. Dennoch ist im Moment davon auszugehen, dass wir das Centro frühestens im Sommer wieder werden eröffnen können. (Wir werden Sie dann darüber informieren). Gäste, die noch Reservierungen für die Zeit der momentanen Schließung bis Ende April haben, können diese kostenlos auf ein anderes Datum ändern. Dafür wenden Sie sich bitte, wie gewohnt, an unsere Reservierung.

So möchten wir auf ein baldiges Wiedersehen mit Ihnen hoffen und uns auf erneute, vielfältige Begegnungen im Centro freuen. Die gesamte Mitarbeiterschaft der Fundación und des Centros danken Ihnen an dieser Stelle nochmals herzlich für die zahlreichen Ermutigungsschreiben, die wir bereits vor, aber auch nach der Schließung erhalten haben. Wir wissen, dass große Veränderungen vor uns stehen, sehen diesen aber zuversichtlich entgegen. Im 52. Wochenspruch des Seelenkalenders von Rudolf Steiner zur Karwoche werden Worte für diese Zuversicht gefunden:

„Wenn aus den Seelentiefen Der Geist sich wendet zu dem Weltensein Und Schönheit quillt aus Raumesweiten, Dann zieht aus Himmelsfernen Des Lebens Kraft in Menschenleiber Und einet, machtvoll wirkend, Des Geistes Wesen mit den Menschensein."

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein frohes Osterfest in diesem besonderen Jahr. Ihr Centro Team

Wir sind auch weiterhin für Sie da. Geschäftsleitung, Rezeption, Reservierung, Kultur und Therapiehaus sind im Moment nicht telefonisch im Centro erreichbar. Um uns zu kontaktieren senden Sie uns bitte eine E-Mail oder verwenden Sie das Kontaktformular auf unserer Website.

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